Versuche einer Regierungsbildung (GroKo ab 2018)

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vonNachtmahr1982 schrieb:

brodo schrieb:

Ich würde Wagenknecht eher in der AfD verorten.

Ich auch. Keine Ahnung was die noch dazu antreibt bei der Linken Mitglied zu sein. Die könnte gut mit der Steinbach den "alte weiße Frauen" Flügel der AfD abgeben...

Ich bin kurz davor, Frau Wagenknecht zu verteidigen. Das Forum wird immer verrückter.
Übrigens, "alte weiße Frauen" ist diskriminierend. Grundsätzlich und speziell. Die Frau ist gerade 51 Jahre.
Aber ich verstehe die Herren brodo und nachtmahr schon. Ein Löffel Häme, ein Löffel Lustigmachen, ein Löffel Übertreibung und schon ist das garstige Süppchen angerührt.
Ziel, das Objekt auszugrenzen, so funktioniert cancel culture.
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Natürlich hawischer.... geh du mal wieder in deine alter weißer Mann Ecke.
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vonNachtmahr1982 schrieb:

brodo schrieb:

Ich würde Wagenknecht eher in der AfD verorten.

Ich auch. Keine Ahnung was die noch dazu antreibt bei der Linken Mitglied zu sein. Die könnte gut mit der Steinbach den "alte weiße Frauen" Flügel der AfD abgeben...

Ich bin kurz davor, Frau Wagenknecht zu verteidigen. Das Forum wird immer verrückter.
Übrigens, "alte weiße Frauen" ist diskriminierend. Grundsätzlich und speziell. Die Frau ist gerade 51 Jahre.
Aber ich verstehe die Herren brodo und nachtmahr schon. Ein Löffel Häme, ein Löffel Lustigmachen, ein Löffel Übertreibung und schon ist das garstige Süppchen angerührt.
Ziel, das Objekt auszugrenzen, so funktioniert cancel culture.
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60revax schrieb:

Das Forum wird immer verrückter.


Bei allem Verständnis, aber aktuell wird es die letzten Tage qualitativ wieder schlechter, weil Du wieder in Deiner unnachahmlichen Art und Weise hier vorgehst. Das war schon mal weniger gewesen.

Unabhängig davon finde ich es auch überzogen, Wagenknecht komplett in die AfD-Ecke zu stellen.

Jemand, der kritisiert, dass in Corona-Zeiten durchweg die Wirtschaft geschont wird, jemand, der kritisiert, dass Staatskonzerne großzügig Corona-Hilfen bekommen und diese als Dividende weitergeben, jemand, der eine Vermögenssteuer und Bürgerversicherung will, jemand, der sich über die Pharmalobby echauffiert, jemand, der sich über zu starke Profitinteressen aufregt, jemand, der permanent anprangert, dass die Schere zwischen Arm und Reich wächst, jemand, der Rosa Luxemburg gedenkt und so weiter (das sind nur die Tweets der letzten 4 Wochen)... So jemanden in die AfD zu verorten, halte ich für faktisch falsch. Locker 80 % von dem, was Wagenknecht von sich gibt, widerspricht dem Programm der AfD und zwar teilweise völlig. Und ich habe das AfD-Programm gelesen.

Wagenknecht ist in ein oder zwei Fragen der AfD wirklich sehr nahe, das bestreite ich nicht, aber sie komplett in die AfD-Ecke zu stecken, das ist dann in meinen Augen unsachlich. Cancel Culture ist es nicht, aber es ist die gern genommene AfD-Schublade. Und wenn Wagenknecht in der AfD zu verorten ist, weil 10-20 % ihrer Inhalte mit der AfD übereinstimmen, dann muss ich leider sagen, dass hier fast alle in diesem Forum irgendwie in die AfD-Ecke gestellt werden können.

Ich halte Wagenknechts ideologische Ausrichtung weiterhin für diffus. In vielen Belangen streng links, in einigen Belangen aber ganz weit rechts.
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Wagenknecht verortet sich in einer explizit marxistischen Tradition und transportiert einen orthodoxen, protektionistischen, antiglobalistischen und damit auch nationalistisch wirkenden Sozialismus.
Damit reiht sie sich ein in eine nicht unbedeutende linke Strömung, die (zugegeben sehr grob aufgeschlüsselt) von Chavez über Bernie Sanders in den USA bis zu Mélenchans FI in Frankreich reicht.
In Deutschland konnte sich diese linkspopulistische und konservativ anmutende Strömung bislang wenig durchsetzen. "Aufstehen" war ein Versuch einen außerparlamentarischen Arm zu kreieren um über diesen Ansatz mehr Druck auf die (parlamentarische) Linke aufzubsuen.
Damit es hier kein Missverständnis gibt:
auch wenn ich durchaus eine sehr marxistisch geprägte linke Sozialisation über Gewerkschaftsarbeit erfshren hsbe und dadurch nachvollziehen kann, worauf ihre Argumentationsansätze aufbauen, greift mir ihr Ansatz "linker" Politik zu kurz. In dem was sie zu Migration oder zur Genderdebatte zu sagen hst, bin ich partiell wirklich angewidert. Gleichwohl verstehe ich, was sie da versucht.
Es ist übrugens durchaus wünschenswert, wenn sich linke Kollektivisten in der Debatte zeigen. Ich bin dem Kollektivismus durchaus verbunden und stehe vielen liberalen Ansätzen innerhalb der Linken skeptisch gegenüber.
Mit Wagenknecht mag ich defintiv aber nicht paktieren. Das ist sozialistische Romantik gepaart mit feuchten protektionistischen Träumereien. Nicht mein Weg!
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vonNachtmahr1982 schrieb:

brodo schrieb:

Ich würde Wagenknecht eher in der AfD verorten.

Ich auch. Keine Ahnung was die noch dazu antreibt bei der Linken Mitglied zu sein. Die könnte gut mit der Steinbach den "alte weiße Frauen" Flügel der AfD abgeben...

Ich bin kurz davor, Frau Wagenknecht zu verteidigen. Das Forum wird immer verrückter.
Übrigens, "alte weiße Frauen" ist diskriminierend. Grundsätzlich und speziell. Die Frau ist gerade 51 Jahre.
Aber ich verstehe die Herren brodo und nachtmahr schon. Ein Löffel Häme, ein Löffel Lustigmachen, ein Löffel Übertreibung und schon ist das garstige Süppchen angerührt.
Ziel, das Objekt auszugrenzen, so funktioniert cancel culture.
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60revax schrieb:

Aber ich verstehe die Herren brodo und nachtmahr schon. Ein Löffel Häme, ein Löffel Lustigmachen, ein Löffel Übertreibung und schon ist das garstige Süppchen angerührt.
Ziel, das Objekt auszugrenzen, so funktioniert cancel culture.        

Ja, na klar....cancel culture. Keine Ahnung was du hast. Ich habe meine Schnauze relativ dicht am Arsc.h der Gesellschaft. Insbesondere in Ostdeutschland. Und es ist nun mal so, dass viele Leute, die auf eine recht harmlose, teilweise sogar sympathische  Weise seit 1990 von Gregor Gysi abgeholt wurden, seit dem Aufkommen der AfD lieber ihr Kreuz bei den Nazis machen als bei der PDS. Und das ist einer Profi-Politikerin wie Wagenknecht bewusst. Daher fischt sie in den gleichen Gewässern wie die AfD.

Die "Linke" als  Partei ist eine Melange aus komplett gegensätzlichen Leuten. Janine Wissler und Sarah Wagenkneht in einer Partei ist schon reichlich absurd.

Was daran "Süppchen" anrühren sein soll oder Übertreibung, Häme oder Lustigmachen darfst du gerne erklären.
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vonNachtmahr1982 schrieb:

brodo schrieb:

Ich würde Wagenknecht eher in der AfD verorten.

Ich auch. Keine Ahnung was die noch dazu antreibt bei der Linken Mitglied zu sein. Die könnte gut mit der Steinbach den "alte weiße Frauen" Flügel der AfD abgeben...

Ich bin kurz davor, Frau Wagenknecht zu verteidigen. Das Forum wird immer verrückter.
Übrigens, "alte weiße Frauen" ist diskriminierend. Grundsätzlich und speziell. Die Frau ist gerade 51 Jahre.
Aber ich verstehe die Herren brodo und nachtmahr schon. Ein Löffel Häme, ein Löffel Lustigmachen, ein Löffel Übertreibung und schon ist das garstige Süppchen angerührt.
Ziel, das Objekt auszugrenzen, so funktioniert cancel culture.
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60revax schrieb:

Ziel, das Objekt auszugrenzen, so funktioniert cancel culture.

Danke, hawischer. Jetzt wissen wir sicher, woher der Wind weht. Ein Verurteilen von Hetze gegen Minderheiten ist also CancelCulture.
Wusste ich's doch.
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Leute, es ist doch offensichtlich, dass der Hawischer uns wieder Stöckchenspringen lassen möchte. Werner hat eigentlich schon alles dazu gesagt. Falls jemand die sogenannte Cancel Culture diskutieren will, diskutieren wir doch besser im anderen Thread weiter.
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Wagenknecht verortet sich in einer explizit marxistischen Tradition und transportiert einen orthodoxen, protektionistischen, antiglobalistischen und damit auch nationalistisch wirkenden Sozialismus.
Damit reiht sie sich ein in eine nicht unbedeutende linke Strömung, die (zugegeben sehr grob aufgeschlüsselt) von Chavez über Bernie Sanders in den USA bis zu Mélenchans FI in Frankreich reicht.
In Deutschland konnte sich diese linkspopulistische und konservativ anmutende Strömung bislang wenig durchsetzen. "Aufstehen" war ein Versuch einen außerparlamentarischen Arm zu kreieren um über diesen Ansatz mehr Druck auf die (parlamentarische) Linke aufzubsuen.
Damit es hier kein Missverständnis gibt:
auch wenn ich durchaus eine sehr marxistisch geprägte linke Sozialisation über Gewerkschaftsarbeit erfshren hsbe und dadurch nachvollziehen kann, worauf ihre Argumentationsansätze aufbauen, greift mir ihr Ansatz "linker" Politik zu kurz. In dem was sie zu Migration oder zur Genderdebatte zu sagen hst, bin ich partiell wirklich angewidert. Gleichwohl verstehe ich, was sie da versucht.
Es ist übrugens durchaus wünschenswert, wenn sich linke Kollektivisten in der Debatte zeigen. Ich bin dem Kollektivismus durchaus verbunden und stehe vielen liberalen Ansätzen innerhalb der Linken skeptisch gegenüber.
Mit Wagenknecht mag ich defintiv aber nicht paktieren. Das ist sozialistische Romantik gepaart mit feuchten protektionistischen Träumereien. Nicht mein Weg!
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Ich stimme Dir zu.
Ergänzen möchte ich noch:
Die Linke dümpelt bei 7-8% im Bund, stärker in den großen Städten und im Sonderfall Thüringen. Ansonsten Tristesse.
Woran liegt das. Einerseits is es richtig, dass ehemalige DDRler, die sich als Wendeverlierer sehen oder es sind, die PDS/Linke aus Protest gewählt haben und da die Ausländerfeindlichkeit im Osten stärker ist, die AfD gerade richtig kam. Hinzu kommt, dass die Linke de facto keinen Erfolg hatte, den Frust vieler ihrer Wähler aufzulösen. Auch sterben alte SED-Kader nach und nach. Im Westen kam sie auch nicht voran.

Wagenknecht sieht, daß eine sozialistische Gesellschaft im internationalen Kontext eine Illusion ist und setzt wie FA schrieb auf die nationale Karte. Weiterhin wirft sie ihrer Partei vor, eine Politik für eine bestimmte Klientel macht, die aber nicht stark genug ist, genug Wähler zu mobilisieren.

Sie hat m. E. richtig verstanden, Wahlen werden in der Mitte gewonnen und will mit ihrer Politik versuchen diese Schichten anzusprechen und ehemalige Linke Wähler von der AfD zurück zu holen.
Das wird ihr in ihrer Partei wohl nicht gelingen. Programmatisch und personell hat die Linke zu wenig zu bieten, um sie für die Mittelschicht interessant werden zu lassen.

Wissler und Hennig-Wellsow sind bisher nicht als Wagenknecht Freundinnen aufgefallen. Ich denke, das wird sich auch nicht ändern.
Am Ende steigt Wagenknecht aus der Politik aus, ob sie nach dem Scheitern von Aufstehen eine neue linke Partei gründen wird, ich glaube nicht.
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Ich stimme Dir zu.
Ergänzen möchte ich noch:
Die Linke dümpelt bei 7-8% im Bund, stärker in den großen Städten und im Sonderfall Thüringen. Ansonsten Tristesse.
Woran liegt das. Einerseits is es richtig, dass ehemalige DDRler, die sich als Wendeverlierer sehen oder es sind, die PDS/Linke aus Protest gewählt haben und da die Ausländerfeindlichkeit im Osten stärker ist, die AfD gerade richtig kam. Hinzu kommt, dass die Linke de facto keinen Erfolg hatte, den Frust vieler ihrer Wähler aufzulösen. Auch sterben alte SED-Kader nach und nach. Im Westen kam sie auch nicht voran.

Wagenknecht sieht, daß eine sozialistische Gesellschaft im internationalen Kontext eine Illusion ist und setzt wie FA schrieb auf die nationale Karte. Weiterhin wirft sie ihrer Partei vor, eine Politik für eine bestimmte Klientel macht, die aber nicht stark genug ist, genug Wähler zu mobilisieren.

Sie hat m. E. richtig verstanden, Wahlen werden in der Mitte gewonnen und will mit ihrer Politik versuchen diese Schichten anzusprechen und ehemalige Linke Wähler von der AfD zurück zu holen.
Das wird ihr in ihrer Partei wohl nicht gelingen. Programmatisch und personell hat die Linke zu wenig zu bieten, um sie für die Mittelschicht interessant werden zu lassen.

Wissler und Hennig-Wellsow sind bisher nicht als Wagenknecht Freundinnen aufgefallen. Ich denke, das wird sich auch nicht ändern.
Am Ende steigt Wagenknecht aus der Politik aus, ob sie nach dem Scheitern von Aufstehen eine neue linke Partei gründen wird, ich glaube nicht.
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Du hast im Kern nicht unrecht, bist aber hinsichtlich ihrer ideologischen Verortung nicht gut dazu in der Lage auszudifferenzieren. Da hängst du zu sehr in deiner bundesrepublikanischen Links/Rechts Denke.
Wagenknecht bemüht sich mMn nicht um die klassische Mitte sondern eher um die Ränder der Mitte. Das politische Stilmittel des Populismus, so hat sie bereits vor einigen Jahren mal gesagt, dürfe man nicht den Rechten überlassen.
Wagenknecht wendet sich an (wert)konservative Verlierer des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels und versucht in bester marxistischer Tradition eine neue Klasse zu schmieden.
Die Wählergruppen die sie anzusprechen versucht haben vor allem im Osten eine große Schnittmenge mit der AfD. Ideologisch hat sie aber eine fundamental andere Ausrichtung.


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