Alles rund um die AfD - 2018/19


Thread wurde von SGE_Werner am Dienstag, 21. Januar 2020, 21:08 Uhr um 21:08 Uhr gesperrt weil:
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Schaut doch mal über die Grenzen . Nach Tschechien, Slowakei, Serbien, Polen, Ungarn, usw. Wer regiert denn da?
Nationalisten der allerschlimsten Sorte. Staaten, die bis zum Ende des Sozialismus über lange Jahrzehnte oder Jahrhunderte keine Demokratie erlebt haben. Wie in den neuen Bundesländern. Nur die paar Jahre Weimar, ansonsten Kaiserreich, Nazi- und dann SED-Diktatur. Im Sozialismus der DDR wurde die Nazidiktatur nicht aufgearbeitet. Da wurde gesagt. "Wir sind jetzt Antifaschisten und gut ist es". Gut war es eben nicht. Und jetzt stellen sie fest, dass das Leben in einer Demokratie durchaus anstrengend sein kann. Und sich damit zurecht zu finden dauert länger als gedacht und konnte auch mit den Soli-Milliarden nicht erkauft werden. Es steckt noch viel Obrigkeitshörigkeit (vielleicht der falsche Begriff) in der DNA der Bevölkerung und die können sie sich nur selbst rausmendeln.
Bitte nicht mit der Arroganz des Wessis kommen und die Menschen pauschal mit Nazis gleichsetzen.(propain!) 76% haben nicht AfD gewählt. Darauf gilt es aufzubauen. Schaffen müssen es die Bundesländer, aber auch unsere östlichen Nachbarn letztendlich selber. Hilfe zur Selbsthilfe, da wo es sinnvoll und gefragt ist.      
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60revax schrieb:

Schaut doch mal über die Grenzen . Nach Tschechien, Slowakei, Serbien, Polen, Ungarn, usw. Wer regiert denn da?
Nationalisten der allerschlimsten Sorte. Staaten, die bis zum Ende des Sozialismus über lange Jahrzehnte oder Jahrhunderte keine Demokratie erlebt haben. Wie in den neuen Bundesländern. Nur die paar Jahre Weimar, ansonsten Kaiserreich, Nazi- und dann SED-Diktatur.     


Gut, aber inzwischen sind 30 Jahre Demokratie-Erfahrung hinzugekommen. Mehr hatte die alte Bundesrepublik in den 1970er Jahren auch nicht. Trotzdem ist sie nicht in den Nationalismus oder anderen Extremismus der schlimmsten Sorte abgedriftet. Die Erklärung ist für sich genommen also nicht wirklich überzeugend.
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60revax schrieb:

Schaut doch mal über die Grenzen . Nach Tschechien, Slowakei, Serbien, Polen, Ungarn, usw. Wer regiert denn da?
Nationalisten der allerschlimsten Sorte. Staaten, die bis zum Ende des Sozialismus über lange Jahrzehnte oder Jahrhunderte keine Demokratie erlebt haben. Wie in den neuen Bundesländern. Nur die paar Jahre Weimar, ansonsten Kaiserreich, Nazi- und dann SED-Diktatur.     


Gut, aber inzwischen sind 30 Jahre Demokratie-Erfahrung hinzugekommen. Mehr hatte die alte Bundesrepublik in den 1970er Jahren auch nicht. Trotzdem ist sie nicht in den Nationalismus oder anderen Extremismus der schlimmsten Sorte abgedriftet. Die Erklärung ist für sich genommen also nicht wirklich überzeugend.
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amsterdam_stranded schrieb:

Die Erklärung ist für sich genommen also nicht wirklich überzeugend.


Naja. Mit was verbinden die Wessis die Einführung der Demokratie. Mit Aufschwung, Wiederaufbau, Wohlstand und Wirtschaftswunder. Mit was verbinden die Ossis die Einführung der Demokratie? Mit Massenarbeitslosigkeit, Zusammenbruch, Ausnutzung, Unsicherheit, Bevormundung.

Was verbindet denn ein Ostdeutscher positiv mit CDU und SPD? Hier im Westen fiele mir da schon mehr ein.
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60revax schrieb:

Schaut doch mal über die Grenzen . Nach Tschechien, Slowakei, Serbien, Polen, Ungarn, usw. Wer regiert denn da?
Nationalisten der allerschlimsten Sorte. Staaten, die bis zum Ende des Sozialismus über lange Jahrzehnte oder Jahrhunderte keine Demokratie erlebt haben. Wie in den neuen Bundesländern. Nur die paar Jahre Weimar, ansonsten Kaiserreich, Nazi- und dann SED-Diktatur.     


Gut, aber inzwischen sind 30 Jahre Demokratie-Erfahrung hinzugekommen. Mehr hatte die alte Bundesrepublik in den 1970er Jahren auch nicht. Trotzdem ist sie nicht in den Nationalismus oder anderen Extremismus der schlimmsten Sorte abgedriftet. Die Erklärung ist für sich genommen also nicht wirklich überzeugend.
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amsterdam_stranded schrieb:

60revax schrieb:

Schaut doch mal über die Grenzen . Nach Tschechien, Slowakei, Serbien, Polen, Ungarn, usw. Wer regiert denn da?
Nationalisten der allerschlimsten Sorte. Staaten, die bis zum Ende des Sozialismus über lange Jahrzehnte oder Jahrhunderte keine Demokratie erlebt haben. Wie in den neuen Bundesländern. Nur die paar Jahre Weimar, ansonsten Kaiserreich, Nazi- und dann SED-Diktatur.     


Gut, aber inzwischen sind 30 Jahre Demokratie-Erfahrung hinzugekommen. Mehr hatte die alte Bundesrepublik in den 1970er Jahren auch nicht. Trotzdem ist sie nicht in den Nationalismus oder anderen Extremismus der schlimmsten Sorte abgedriftet. Die Erklärung ist für sich genommen also nicht wirklich überzeugend.


Da gebe ich dir recht. Hätte gerne eine überzeugendere Erklärung. Speziell sind die Entwicklungen in vielen osteuropäischen Staaten. Eingebunden in die Nato und/oder EU wählen die Menschen dort stark nationalistisch. Aber wie gesagt, Monokausalität darf man nicht unterstellen.
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Schaut doch mal über die Grenzen . Nach Tschechien, Slowakei, Serbien, Polen, Ungarn, usw. Wer regiert denn da?
Nationalisten der allerschlimsten Sorte. Staaten, die bis zum Ende des Sozialismus über lange Jahrzehnte oder Jahrhunderte keine Demokratie erlebt haben. Wie in den neuen Bundesländern. Nur die paar Jahre Weimar, ansonsten Kaiserreich, Nazi- und dann SED-Diktatur. Im Sozialismus der DDR wurde die Nazidiktatur nicht aufgearbeitet. Da wurde gesagt. "Wir sind jetzt Antifaschisten und gut ist es". Gut war es eben nicht. Und jetzt stellen sie fest, dass das Leben in einer Demokratie durchaus anstrengend sein kann. Und sich damit zurecht zu finden dauert länger als gedacht und konnte auch mit den Soli-Milliarden nicht erkauft werden. Es steckt noch viel Obrigkeitshörigkeit (vielleicht der falsche Begriff) in der DNA der Bevölkerung und die können sie sich nur selbst rausmendeln.
Bitte nicht mit der Arroganz des Wessis kommen und die Menschen pauschal mit Nazis gleichsetzen.(propain!) 76% haben nicht AfD gewählt. Darauf gilt es aufzubauen. Schaffen müssen es die Bundesländer, aber auch unsere östlichen Nachbarn letztendlich selber. Hilfe zur Selbsthilfe, da wo es sinnvoll und gefragt ist.      
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60revax schrieb:
Schaut doch mal über die Grenzen . Nach Tschechien, Slowakei, Serbien, Polen, Ungarn, usw. Wer regiert denn da?
Nationalisten der allerschlimsten Sorte. Staaten, die bis zum Ende des Sozialismus über lange Jahrzehnte oder Jahrhunderte keine Demokratie erlebt haben. Wie in den neuen Bundesländern.


Sehr guter Einwand bzw. gute Beobachtung, aber die Schlussfolgerung, dass der Nationalismus des Ostens allein daran läge, dass die Nazidiktatur nicht angemessen aufgearbeitet wurde, die geht imho direkt an der Problematik vorbei.

Eine Möglichkeit ist natürlich, dass man hinter dem Eisernen Vorhang eingeschlossen war und weitgehend ethnisch homogen blieb. Insofern hat man natürlich Argwohn gegenüber Fremden.
Aber dennoch war man im Rahmen seiner Möglichkeiten aufgeschlossen. Man pflegte immer sehr engen Kontakt zu anderen Ländern, die ideologisch nahestanden, also sozialistisch/kommunistisch orientiert waren. Nordkorea, Kuba, Chile, Vietnam, natürlich die Sowjetunion, usw. - mit denen vereinbarte man sogar eine Art Schüleraustausch bzw. lud sich gerne Gäste jener Staaten ein.
Die DDR war zwar antiwestlich, aber nicht per se fremdenfeindlich.
Die besten Beziehungen nützten sogar den Honeckers bis ins Exil.
Die lebten sich in Santiago schnell ein und bekamen oft Besuch der chilenischen Genossen, die sich an die gastfreundliche Zeit aus der DDR zurückerinnerten und sich revanchierten.

Die Erklärung, der Osten hätte sich abgeschottet und ist dadurch rechtsextrem, greift daher kaum. Es gibt eine viel simplere Erklärung, denke ich:
Sowohl die DDR als auch die Ostblockstaaten sind durch ihre Einmauerung wirtschaftlich stark rückständig geworden. Durch die plötzliche Öffnung über Nacht sah die breite Masse den Wohlstand/Luxus, den der Westen schon jahrelang hatte. Man erkannte die Propaganda, die Lügen der Staatslenker.

Der Osten wollte das nicht mehr mitmachen und warf quasi über Nacht die Ideologie, an die er 40 Jahre lang eisern glaubte, mehrheitlich über den Haufen.
Man entschied sich bewusst für die Marktwirtschaft. Wer Empathie hat, für den liegt auf der Hand, dass die sozialistisch denkenden Idealisten, die nicht für mehr Gehalt sich anstrengten, sondern ihren ganzen Einsatz für den Aufbau des Arbeiter- und Bauernstaats widmeten, jetzt ihre Lebensleistung dahinfließen sahen. Manche Arbeiter wurden gar nicht mehr gebraucht, frühverrentet. Ist doch klar, dass viele dann zur Flasche griffen und ihren Kummer betäubten. Das war ein Massenphänomen. Das färbte natürlich auch
auf die Kinder/Enkel ab.

Aber wirtschaftlich ging es insgesamt erstmal bergauf. Nur: Zeitlich begrenzt! Jeder wollte die stabile D-Mark haben, die im Osten jeder mit Kusshand genommen hat. Auf dem Balkan, Jugoslawien, war das sogar die offizielle Reservewährung, die so beliebt war, dass man zeitweise nicht mehr wusste, ob der Dinar oder  die DM die eigentliche Währung ist.

Die Westdeutschen konnten jahrelang gut von einer stabilen DM leben, konnten im Ausland spottbillig einkaufen. In Ländern wie Italien, Türkei, Griechenland, Portugal, Spanien die ständig ihre Lire, Drachmen, Escudos oder Peseten abwerten mussten, war damit als Deutscher gut klotzen.

Die Ostdeutschen kämpften hart für die DM ("Kommt die D-Mark bleiben wir, kommt sie nicht, gehn wir zu ihr" war einer der einprägsamsten Demosprüche).
Bevor die Ostdeutschen aber ihre Errungenschaft richtig genießen konnten, drehte sich der politische Wind schon weiter. Mitterand hatte seinerzeit Kohl erpresst und seine Zustimmung zur Wiedervereinigung davon abhängig gemacht, dass Deutschland sich politisch in eine europäische Union einbetten lässt und - das war ihm ganz wichtig - die D-Mark zugunsten einer Einheitswährung aufgibt.
Kohl gab in seiner Biografie zu, dass er damit bewusst gegen die Interessen des deutschen Volks verstieß.

Die Westdeutschen hatten also nach der Wiedervereinigung noch 12 Jahre eine stabile DM, die Ostdeutschen wollten von ihrem DM-Einkommen erst mal nachholen, was der Wessi längst hatte. Vor allem Auto, Mode und bessere Lebensmittel standen ganz oben.
Bevor die Ostdeutschen aber von der wertstabilen DM etwas hatten, gab es dann den wachsweichen Euro.
Begleitet immer von Wirtschaftskrisen: Zusammenbruch der New Economy, die Nachwirkungen von 9/11, wenige Jahre später Lehman Bros. und seit 2009 die Schuldenkrisen der PIIGS-Staaten.

Dazu exorbitante Preissteigerungen, vor allem im Bereich Konsum. Neuwagen, Gastronomie, Benzin, alles wurde teurer und teurer.
Geringere Renten, Löhne, weniger Arbeitsplätze, strukturschwache Gegenden mit trostlosen Bauten, verlassenen Wohnungen. Die Westdeutschen mussten das in der Form nie mitmachen.
Immerhin wurde durch den Aufbau Ost viel Infrastruktur aufgebaut.

Warum schreibe ich dieses längere Ausholen bzgl. Wirtschaft? Ganz einfach: Weil wir jetzt dasselbe, was in Ostdeutschland passierte, im Ostblock noch einmal beobachten können.
Erst seit wenigen Jahren geht es wirtschaftlich für die Menschen richtig bergauf. Skoda und Audi statt Polski Fiat und Lada, bessere Kleidung, reichhaltiges Supermarktangebot statt vergammelte Südfrüchte.
Vor allem aber baut man jetzt erst ein Sozialsystem auf. Deshalb gewann auch die PiS-Partei. Sie erhöhte das Kindergeld drastisch. Rauf auf bis zu 120 EUR pro Kind. Wer da 3 oder 4 Kinder kriegt, der gleicht damit ein ganzes Monatseinkommen aus.
Ich hatte jetzt mehrfach eine Osteuropa-Reise gemacht. Ich war in Legnica, Breslau, Warschau, sogar in abgelegenen Orten wie Siedlce oder Terespol.
Das Land ist unglaublich agil, sehr wirtschaftsorientiert. Aber mit steigendem Einkommen steigen auch die Preise. Die Pizza oder Spaghetti kostet in Warschau selbst in abgelegenen Vierteln mehr als in Berlin. Und das bei der Einkommensdifferenz.
Als ich in Warschau auf dem Markt frische "Truskawka" einkaufte, staunte ich nicht schlecht, dass ich dort für das Kilo deutlich mehr bezahlte, als auf dem Hinweg in Dresden.
Das Leben wird für die Bevölkerung dort zwar besser, aber die Leute müssen scharf rechnen. Die Preise galoppieren. Der Anschluss an den Westen wird noch sehr lange dauern.
Nicht mal Ostdeutschland hat es bis heute geschafft, dabei sind Billionen in den Aufbau Ost geflossen.

Und jetzt dreht sich - wie bei den Ostdeutschen die kurze Freudenzeit mit der DM - die Welt weiter. Die Politik macht die Grenzen auf, Asyl und dauerhafte Einwanderung werden vermischt, plötzlich ist Europa konfrontiert mit Abermillionen Armen von anderen Kontinenten, die - da darf man sich nichts vormachen - in Europa ihre Zukunft sehen, weil es für sie im Herkunftsland keine wirtschaftliche Perspektive gibt.
Plötzlich streiten sich die Länder Europas, die eigentlich mit einer Stimme sprechen sollen darum, wer welche Aufnahmequote zu erfüllen hat.
Deutschland, Niederlande, Schweden, Luxemburg - die einigen sich da schnell. Der Osten hingegen sagt: Nein. Wir wollen gar keine Flüchtlinge aufnehmen. Und das manifestiert sich auch in den Wahlergebnissen - Orbàn, Kaczynski, Zeman, usw.
Weil die mit dem Aufbau beschäftigt sind, den Anschluss an den westlichen Wohlstand zu erreichen. Und jeder, der da an den Sozialsystemen partizipiert, der schmälert den Topf der Einzahler.

Erst heute früh kam in den Nachrichten, dass Deutschland einen Haushaltsüberschuss von 4 Mrd. Euro zusätzlich erzielen wird - das Geld landet wohl per Gesetz ausnahmslos in der Asylrücklage. Das zeigt, dass die Belastungen immens sind.
Ein Vorgang, der in Polen oder Tschechien undenkbar wäre. Im Rahmen von Quoten wird das aber von der EU erwartet. Und wenn dann ausgerechnet die Deutschen vom Osten fordern, sich doch bitte an den Aufnahmequoten angemessen zu beteiligen, dann provoziert das natürlich eine Reaktion. Da ist eine national(istisch) eingestellte Regierung schnell im Gegenangriff und dann werden auch mal Reparationsforderungen auf den Tisch gepackt, die jahrelang vorher gar kein Thema waren.

Der Osten, sowohl Deutschlands als auch Europas, ist in einer Aufholphase, wo man erst mal an sich selbst denkt. Das mag egoistisch sein, aber es ist auch nachvollziehbar.

Streng national zu denken mag borniert, egoistisch, chauvinistisch, ewiggestrig, whatever sein, aber es ist die Sehnsucht nach dem wirtschaftlichen Vorankommen. Weltoffenheit ja, Verschließen kann sich eh niemand mehr, nicht mal China, aber fokussiert auf das nationale Wohl, das Volkswohl. Das ist dann die völkische Politik, die als rechtsextrem, radikal, ausgrenzend, fremdenfeindlich angesehen wird.
Und viele Staaten machen es zunehmend so. Milliardär Trump gewann seine Präsidentschaft nicht in Malibu und Beverly Hills, sondern im abgehängten Rust Belt mit dem Slogan "America First", sozusagen den "Ossis" Amerikas.

Diese Ich-zuerst-Politik, die werden wir in den nächsten Jahren noch viel mehr erleben, da bin ich sicher.
Vor allem, wenn sich die Wirtschaft eintrüben oder sie gar einbrechen sollte. Man darf nicht vergessen, dass wir seit fast acht Jahren ununterbrochen Wirtschaftsaufschwung hatten.

Man darf den Osten, egal ob deutscher oder europäischer, nicht deswegen gleich als rechtsradikal abstempeln. Die Beobachtung, dass jedem Trend ein Gegentrend folgt, schätze ich, die stimmt und die Wahlergebnisse sind sozusagen der Gegentrend für 40 Jahre Kommunismus.
Es war schon bemerkenswert, als bei einem Jugendtreffen von FFF deutsche, französische und andere westliche Jugendliche zur Rettung des Klimas geschlossen eine Erklärung abgaben, den klimaschädlichen Kapitalismus abzuschaffen. Die polnische Jugend zog sich angesichts solcher Forderungen schließlich zurück und distanzierte sich davon.
Man will die Zeit eben nicht wiederhaben, sondern die Errungenschaften westlichen Wohlstands für sich nutzen.

Daher kann oder muss man sogar nachvollziehen, dass - wie du es 60revax schreibst - "Nationalisten der allerschlimsten Sorte" in den genannten Staaten regieren. Mit Obrigkeitshörigkeit hat das weniger zu tun. Es ist das innere Gefühl bzw. Bedürfnis der Wähler, dass man in Zeiten wie diesen eine Regierung benötigt, die sogar völkisch, also auf das Volkswohl bezogen agiert, wobei das Volk ethnisch-kulturell dann klar abgegrenzt ist.

Und deswegen wird uns diese Problematik auch noch sehr sehr lange begleiten, vor allem wenn es wie gesagt mal weltwirtschaftlich richtig bergab gehen sollte. Das muss man realistisch sehen.
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Na na na. Jetzt wird mir hier aber ein bisschen zu viel pauschalisiert. Man sollte die Sorgen der Bürger schon ernst nehmen. Wo kann man denn heute schließlich noch  "besoffen unter die Hecke fallen, ohne dass was passiert"?

https://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/saale-orla/paska-afd-hochburg-saale-orla-kreis-100.html

Kein Wunder also. Den Leuten bleibt ja quasi gar nix anderes übrig, als einen Faschist zu wählen.
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Brodowin schrieb:

Na na na. Jetzt wird mir hier aber ein bisschen zu viel pauschalisiert. Man sollte die Sorgen der Bürger schon ernst nehmen. Wo kann man denn heute schließlich noch  "besoffen unter die Hecke fallen, ohne dass was passiert"?

https://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/saale-orla/paska-afd-hochburg-saale-orla-kreis-100.html

Kein Wunder also. Den Leuten bleibt ja quasi gar nix anderes übrig, als einen Faschist zu wählen.


Da bin ich mal gespannt wie gemütlich es ein dunkelhäutiger Mensch dort in der Hecke haben wird, sobald ihn der richtige entdeckt.
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Jaroos schrieb:

Das zum Thema es seien die abgehängten und es hat "nix mit Fremdenfeindlichkeit" zu tun.


Mit abgehängt kann übrigens auch etwas nichtwirtschaftliches gemeint sein. Menschen, die nicht aktiv an der globalisierten Welt teilhaben, die in der Provinz leben etc und denen alles Fremde suspekt ist, sind auch in gewisser Weise abgehängt, selbst wenn sie genug Auskommen haben.

Ich erlebe immer, dass viele AfD Anhänger vor allem mit der Komplexität unserer Zeit und Welt nicht zurecht kommen.

Dass AfD Anhänger nicht sonderlich arm sind, hätte ich gleich sagen können. Die würden nämlich eher eine Partei wählen, die ihnen mehr in der Tasche verspricht. Die AfD spricht ja die an, die Angst haben, dass sich die Welt um sie verändert. Also andere Menschen, andere Kultur etc.

Es geht darum, dass wir unterschiedliche Gesellschaften haben wollen. Und wir können nun mal jetzt kaum 10 Mio Menschen aus dem Land werfen, die lieber wieder im Jahr 1980 leben wollen und daher sogar Leute wählen, die lieber 1940 hätten. Hauptsache zurück...

Die sind halt da. Die sind unter uns. Und da die Gesellschaft sich in eine Richtung geändert hat die letzten Jahrzehnte, die sie ablehnen, werden sie jetzt mit aller Gewalt versuchen, die Uhr zurückzudrehen.
Und ich befürchte, sie werden darin auch immer mehr Teilerfolge erzielen, siehe Asylrecht.

Ich bin nur mal gespannt, was bei einem Rechtsruck der Union passieren würde unter zB Merz. Ob das überhaupt noch einen Effekt hat.
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SGE_Werner schrieb:
Mit abgehängt kann übrigens auch etwas nichtwirtschaftliches gemeint sein. Menschen, die nicht aktiv an der globalisierten Welt teilhaben, die in der Provinz leben etc und denen alles Fremde suspekt ist, sind auch in gewisser Weise abgehängt, selbst wenn sie genug Auskommen haben.
Sehe ich auch so.
Hier wird es detaillierter beschrieben:
https://www.fr.de/kultur/landtagswahlen-thueringen-will-ungleichheit-profitieren-13157988.html
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60revax schrieb:

Schaut doch mal über die Grenzen . Nach Tschechien, Slowakei, Serbien, Polen, Ungarn, usw. Wer regiert denn da?
Nationalisten der allerschlimsten Sorte. Staaten, die bis zum Ende des Sozialismus über lange Jahrzehnte oder Jahrhunderte keine Demokratie erlebt haben. Wie in den neuen Bundesländern. Nur die paar Jahre Weimar, ansonsten Kaiserreich, Nazi- und dann SED-Diktatur.     


Gut, aber inzwischen sind 30 Jahre Demokratie-Erfahrung hinzugekommen. Mehr hatte die alte Bundesrepublik in den 1970er Jahren auch nicht. Trotzdem ist sie nicht in den Nationalismus oder anderen Extremismus der schlimmsten Sorte abgedriftet. Die Erklärung ist für sich genommen also nicht wirklich überzeugend.
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amsterdam_stranded schrieb:
Gut, aber inzwischen sind 30 Jahre Demokratie-Erfahrung hinzugekommen. Mehr hatte die alte Bundesrepublik in den 1970er Jahren auch nicht.
Das lässt sich doch null vergleichen. Der Westen hat nach dem Krieg 30 Jahre echte Demokratie erlebt, der Osten nach der Wende 30 Jahre eine totalitaristische Marktdiktatur. So gesehen hat kein heutiger Ostdeutscher jemals in seinem Leben eine echte Demokratieerfahrung gemacht.
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Sehenswert: Alice Weidel bei einer Veranstaltung am Sonntag in Weingarten.
"Husten, wir haben ein Problem.“
https://twitter.com/i/status/1188945487036071937

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Sehenswert: Alice Weidel bei einer Veranstaltung am Sonntag in Weingarten.
"Husten, wir haben ein Problem.“
https://twitter.com/i/status/1188945487036071937

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Herzzerreißend die Alice. Fast so niedlich, wie umhertollende Blobfisch-Babys.
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Herzzerreißend die Alice. Fast so niedlich, wie umhertollende Blobfisch-Babys.
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Worum gehts denn? Ich frage mal Dich, weil da vielleicht sogar eine Antwort kommt
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Sehenswert: Alice Weidel bei einer Veranstaltung am Sonntag in Weingarten.
"Husten, wir haben ein Problem.“
https://twitter.com/i/status/1188945487036071937

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NewOldFechemer schrieb:

Sehenswert: Alice Weidel bei einer Veranstaltung am Sonntag in Weingarten.
"Husten, wir haben ein Problem.“
https://twitter.com/i/status/1188945487036071937


Wayne? Als ob das ihr Image noch schaden könnte... wer die gewählt hat, wählt die auch weiterhin....

Das Wayne ist übrigens nicht abwertend gemeint sondern.... eher verzweifelt... es interessiert die AFDler doch nicht mehr was für eine Scheiße ihre eigenen Leute bauen.... im Zweifel sind immer die anderen schuld....
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Worum gehts denn? Ich frage mal Dich, weil da vielleicht sogar eine Antwort kommt
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Haliaeetus schrieb:

Worum gehts denn? Ich frage mal Dich, weil da vielleicht sogar eine Antwort kommt

Alice lässt einen Mann mit FCK AFD Shirt aus dem Saal werfen, der ihr angeblich ein Kopfab-Zeichen gezeigt hat. Sie lässt dabei den ganzen, ihr eigenen "Charme" spielen und hat am Ende noch "wertvolle" Karrieretipps für ihn.
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Haliaeetus schrieb:

Worum gehts denn? Ich frage mal Dich, weil da vielleicht sogar eine Antwort kommt

Alice lässt einen Mann mit FCK AFD Shirt aus dem Saal werfen, der ihr angeblich ein Kopfab-Zeichen gezeigt hat. Sie lässt dabei den ganzen, ihr eigenen "Charme" spielen und hat am Ende noch "wertvolle" Karrieretipps für ihn.
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Brodowin schrieb:

Alice lässt einen Mann mit FCK AFD Shirt aus dem Saal werfen, der ihr angeblich ein Kopfab-Zeichen gezeigt hat.

Nein es sind zwei Personen und zeitlich nacheinander einzusortieren.

"Der 43-Jährige aus der Region sei in Weingarten vielen Studenten bekannt, gehe in Szenekneipen, sagt Roman Muth, der in der Gemeinde selbst Ratsmitglied der Grünen ist. "Er vertritt AfD-Positionen, aber man kann mit ihm reden, er ist zugänglich." "


Und weiter im Text,


"Ich habe das auch nicht verstanden", sagt ein 19-Jähriger t-online.de, der wegen seines "FCK AFD"-Shirts dann auch von Weidel angefeindet wurde. Er verließ in dem Tumult um den Rauswurf mit etwa 20, 30 anderen Leuten die Veranstaltung."


Alice Weidel zeigt eigenen Anhänger an

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_86705950/tid_amp/alice-weidel-zeigt-afd-sympathisant-wegen-angeblicher-kopf-ab-geste-an.html?__twitter_impression=true

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Haliaeetus schrieb:

Worum gehts denn? Ich frage mal Dich, weil da vielleicht sogar eine Antwort kommt

Alice lässt einen Mann mit FCK AFD Shirt aus dem Saal werfen, der ihr angeblich ein Kopfab-Zeichen gezeigt hat. Sie lässt dabei den ganzen, ihr eigenen "Charme" spielen und hat am Ende noch "wertvolle" Karrieretipps für ihn.
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Brodowin schrieb:

Haliaeetus schrieb:

Worum gehts denn? Ich frage mal Dich, weil da vielleicht sogar eine Antwort kommt

Alice lässt einen Mann mit FCK AFD Shirt aus dem Saal werfen, der ihr angeblich ein Kopfab-Zeichen gezeigt hat. Sie lässt dabei den ganzen, ihr eigenen "Charme" spielen und hat am Ende noch "wertvolle" Karrieretipps für ihn.

Danke Dir!

Ich fänd halt generell ganz nett, wenn Links mit einer kurzen Beschreibung, die über das übliche Clickbait "was dann passiert, wird Sie überraschen!" hinaus geht, versehen werden könnten.
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^Natürlich
Aber das Ding mit der Weidel, darum geht es mir, ist ja der vergleichbare Ton bzw Tonfall so wie einst Goebels und Freisler!

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Sehenswert: Alice Weidel bei einer Veranstaltung am Sonntag in Weingarten.
"Husten, wir haben ein Problem.“
https://twitter.com/i/status/1188945487036071937

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NewOldFechemer schrieb:

Sehenswert: Alice Weidel bei einer Veranstaltung am Sonntag in Weingarten.
"Husten, wir haben ein Problem.“
https://twitter.com/i/status/1188945487036071937

Wie sie sich selbst entlarvt finde ich gut. Redet von Demokratie und schmeißt gleichzeitig Leute mit anderer Meinung aus dem Saal. Auch mit ihren Äußerungen zeigt sie deutlich was Menschen erwarten können wenn so Gestalten mal das Sagen hätten. Nur interessiert das die Wähler dieser Gestalten nicht, die wähles so etwas genau deshalb.
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Es hört ja nicht auf
https://pbs.twimg.com/media/EINwnScX0AE8wIa?format=jpg&name=medium

AfD mit rassistischem Post zu Nürnberger Christkind: "Wie die Indianer"
Hintergrund das Nürnberger Christkind 2019 ist gekürt worden. Die 17 jährige Benigna Munsi wurde in Nürnberg geboren. Ihr Vater ist Inder, die Mutter Deutsche. Benigna spricht laut ihrer Mutter vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Spanisch. "Es ist unbeschreiblich. Ich bin megaglücklich."

https://www.infranken.de/ueberregional/bayern/afd-mit-rassistischem-post-zu-nuernberger-christkind-wie-die-indianer;art179,4532845
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Es hört ja nicht auf
https://pbs.twimg.com/media/EINwnScX0AE8wIa?format=jpg&name=medium

AfD mit rassistischem Post zu Nürnberger Christkind: "Wie die Indianer"
Hintergrund das Nürnberger Christkind 2019 ist gekürt worden. Die 17 jährige Benigna Munsi wurde in Nürnberg geboren. Ihr Vater ist Inder, die Mutter Deutsche. Benigna spricht laut ihrer Mutter vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Spanisch. "Es ist unbeschreiblich. Ich bin megaglücklich."

https://www.infranken.de/ueberregional/bayern/afd-mit-rassistischem-post-zu-nuernberger-christkind-wie-die-indianer;art179,4532845
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NewOldFechemer schrieb:

Es hört ja nicht auf
https://pbs.twimg.com/media/EINwnScX0AE8wIa?format=jpg&name=medium

AfD mit rassistischem Post zu Nürnberger Christkind: "Wie die Indianer"
Hintergrund das Nürnberger Christkind 2019 ist gekürt worden. Die 17 jährige Benigna Munsi wurde in Nürnberg geboren. Ihr Vater ist Inder, die Mutter Deutsche. Benigna spricht laut ihrer Mutter vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Spanisch. "Es ist unbeschreiblich. Ich bin megaglücklich."

https://www.infranken.de/ueberregional/bayern/afd-mit-rassistischem-post-zu-nuernberger-christkind-wie-die-indianer;art179,4532845



Ging ja so richtig nach hinten los.
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Es hört ja nicht auf
https://pbs.twimg.com/media/EINwnScX0AE8wIa?format=jpg&name=medium

AfD mit rassistischem Post zu Nürnberger Christkind: "Wie die Indianer"
Hintergrund das Nürnberger Christkind 2019 ist gekürt worden. Die 17 jährige Benigna Munsi wurde in Nürnberg geboren. Ihr Vater ist Inder, die Mutter Deutsche. Benigna spricht laut ihrer Mutter vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Spanisch. "Es ist unbeschreiblich. Ich bin megaglücklich."

https://www.infranken.de/ueberregional/bayern/afd-mit-rassistischem-post-zu-nuernberger-christkind-wie-die-indianer;art179,4532845
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Muss denn jeder feuchte Furz von Dumpfbacken der AfD hier vervielfältigt werden. Einen shitstorm produzieren ist deren Absicht. Dann redet man über sie. Jetzt wird Gauland o. a. sagen das war unglücklich und nicht so gemeint.

So jetzt habe ich gegen meine Absicht was dazu gesagt.
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der Politikwissenschaftler Lucke hat es gestern bei Maybritt Illner klar gesagt, dass auch die Wähler eine Verantwortung haben, insbes. wenn man einen Mann wie Höcke mittelbar wählt.


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