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SGE_Werner

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Joa, derzeit sind die Zahlen recht annehmbar zu analysieren.
Wieder mal fast 20 % weniger als am Vorwochentag. Inzidenz nun unter 130.

Todeszahlen sinken jetzt auch mal etwas, die Intensivpatienten sinken auch etwas zügiger.
Impfungen stabil bei 4,7 Mio / Woche. Die Zweitimpfungen scheinen letzte Woche tatsächlich etwas verzögert gewesen zu sein (laut meiner Schätzung hätten es 800.000 letzte Woche und 945.000 diese Woche sein sollen, anscheinend werden es letzte Woche dann etwas weniger mit 700.000 gewesen sein und diese Woche etwas mehr mit ner knappen Mio).

Zwei weniger schöne Marken wurden heute trotzdem erreicht, 85.000 Todesopfer und 3,5 Mio bestätigte Infektionen. Bis Monatsende werden wir wohl ca. bei 88.500 - 89.200 Todesopfern liegen nach meinen Schätzungen. Also auch diesen Monat noch mal ca. 5.000 Corona-Tote. Zum Vergleich: November, März und April hatten wir ca. 6.000 - 7.000 Tote zu beklagen, im Dezember (17.353) , Januar (23.554) und Februar (12.911) noch mal deutlich mehr.

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Also ich gönne den Mainzern noch 6 Punkte. Und zwar aus den Spielen am 33. und 34. Spieltag.
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Ja, aber mir gings jetzt erstmal um die nächsten 3 Wochen mein Lieber. Weiter schaue ich beim Thema "Impfzulassungen" lieber nicht mehr voraus. Aus Gründen
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Bei bisher 15.564 Impfungen mit Janssen sehe ich aktuell noch keinen größeren Rückschlag. Kriegen es halt die Ü60 Nachzügler erstmal.
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Inzidenz-Gruppen (Quelle: Risklayer-Daten / abweichend von RKI-Daten , die sind meistens etwas niedriger in manchen Kreisen)

Rot = über 200
Orange = 100-199
Hellgrün = 50-99
Dunkelgrün = unter 50

30.4.21



7.5.21

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Nicht ganz die Million, aber ne echt gute Zahl: 932.495
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reggaetyp schrieb:

Nicht ganz die Million, aber ne echt gute Zahl: 932.495


Sehr gut. Mit Nachmeldungen dann wohl 960.000 oder so.

Wir bewegen uns weiterhin zwischen 4,5 und 5,0 Mio pro Woche.

Ach ja, kleiner Bericht von Nebenwirkung 2: Scheisse, was bin ich müde und schlaff.
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Bin auf die Impfzahlen von gestern gespannt. Mal sehn , ob wir 850000 sehen. 2 mal die Million in einer Woche gabs ja noch nicht. Ob da die Freigabe von AZ was an den zahlen ändert in naher Zukunft ?
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fromgg schrieb:

Ob da die Freigabe von AZ was an den zahlen ändert in naher Zukunft ?
     


https://abload.de/img/impfungen133zjs6.jpg

Wenn man sich die Grafik von Impfpapst anno-nym anschaut, sind wir bei 3 Millionen Impfdosen bis Anfang Juni. In den nächsten 3 Wochen müssen ca. 1,5 Mio AZ-Geimpfte ihre Zweitimpfung erhalten, davon dürften mehr U60 sein, die vermutlich in Teilen dann auch weiterhin Biontech bekommen. Also dürften in den nächsten 3 Wochen vllt. knapp 2 Mio AZ verimpft werden für Erstimpfungen.
In den letzten 3 Wochen wurden 2,1 Mio AZ für Erstimpfungen gespritzt.

Kurzum: Nein, es verändert sich in meinen Augen nichts. Würde man es aber nicht freigeben, würde sich was ändern, weil uns langsam beim Impfen die Über60-Jährigen ausgehen. Dann lägen die AZ auf Lager bis zur Zweitimpfung der Älteren, die seit gut 5, 6 Wochen nicht so selten AZ erhalten.
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Bisheriger Umfrageschnitt - Mai-Umfragen

Union: 23,8
SPD: 14,4
Grüne: 26,2
Linke: 6,6
FDP: 11,2
AfD: 11,0
Sonstige: 6,8

Bei den Sonstigen wurden auch mal vereinzelt in den letzten Wochen die Freien Wähler erhoben, die kommen auf 2-3 % , Tendenz mit jedem Tag Versagen der Union steigend.

Klar erkennbar sind die Gewinner der letzten Wochen mit den Grünen (7,1 % mehr gegenüber Jahresbeginn) , FDP (4,9 % mehr) und mit Abstrichen die AfD (1,5 %). SPD und Linke haben zwischenzeitlich je 1 % verloren (Alle wohl in Richtung der Grünen). Die Union hat 12,4 % !!! eingebüßt.
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Der Springer-Verlag verkündet schonmal das alles super duper wird im Sommer. Freiheit, Glückseligkeit, Hemmungslose Liebe...
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planscher08 schrieb:

Hemmungslose Liebe


Ja, der arme Julian Reichelt wartet nur darauf.
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SGE_Werner schrieb:

Auch die nächsten Tage dürften mit ca. 15-20 % Minus weitergehen.


Wenn wir ehrlich sind und wir uns nun wirklich auf der Zielgraden der Pandemie befinden (in der Hoffnung das wir das im Herbst global im Griff haben), sind die Zahlen noch immer viel zu hoch. Wir "freuen" uns grade über ca. 20.000 Neuinfektionen an einem Mi. & Do., das wären vor einigen Monaten noch absolute Schreckenszahlen gewesen.
Zudem hat man ja jetzt schon das Gefühl das Hinz & Kunz sich am liebsten in die Arme fallen würden.

Nicht falsch verstehen, auch ich bin sehr froh wenn wir wieder mehr Freiheiten haben, aber den Mai sollten wir noch rigoros dafür nutzen um die Zahlen nach unten zu bringen und sich nicht mit Lockerungen überbieten zu wollen.
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anno-nym schrieb:

Wenn wir ehrlich sind und wir uns nun wirklich auf der Zielgraden der Pandemie befinden (in der Hoffnung das wir das im Herbst global im Griff haben), sind die Zahlen noch immer viel zu hoch. Wir "freuen" uns grade über ca. 20.000 Neuinfektionen an einem Mi. & Do., das wären vor einigen Monaten noch absolute Schreckenszahlen gewesen.


Das ist völlig richtig. Natürlich sind die Zahlen noch zu hoch. Wir sind noch weit weg von 50 und bis zur bundesweiten 100 dauert es auch noch ca. 10-14 Tage in dem Tempo. Wie Lauterbach es schon gestern gesagt hat... Wir müssen noch ca. 2-3 Wochen durchhalten. Dann verselbständigt sich das. Wenn wir jetzt Mist bauen, werden wir auch keine steigenden Zahlen mehr bekommen, aber wir würden das Minus deutlich abschwächen und noch mal 2-3 Wochen positive Entwicklung verlieren.
Mir wäre es aktuell erstmal wichtiger, dass die Intensivpatientenzahlen unter 3.000 sinken und die Todeszahlen pro Woche wieder unter 1.000 , damit wir dort endlich etwas Entlastung verspüren.

Übrigens haben viele europäische Länder derzeit ähnliche Verläufe.

Italien 121er Inzidenz, Schweiz 126, Tschechien 117, Österreich 119 und alle mit ähnlichem Minus unterwegs.

Auch die Impfquoten ähneln sich ja zumindest in den EU-Ländern.
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Hatte ich 2 Tage lang, am Impftag und am 2ten Tag war es heftig, am 3ten Tag kaum noch was. Der zweite Chip geht deshalb in den linken Arm, da Rechtshänder.
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propain schrieb:

Hatte ich 2 Tage lang, am Impftag und am 2ten Tag war es heftig, am 3ten Tag kaum noch was. Der zweite Chip geht deshalb in den linken Arm, da Rechtshänder.


Danke, das beruhigt mich. Wir sind ja beide etwas kräftiger, da könnte es ja dann ähnlich laufen.

Bei mir ging es direkt in den linken Arm, weil ich Rechtshänder bin. Arbeiten geht einigermaßen noch, weil ich bei der PC-Arbeit den Arm so halten kann, wie es am wenigsten weh tut. Aber es strengt an. Was hilft, ist ne Menge Ibuprofen (so 3 x 400 mg am Tag), damit der Schmerz einfach einen nicht mehr stört.
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Während es gestern im Laufe des Tages besser wurde, sind heute morgen die Schmerzen im Oberarm abscheulich. Fühlt sich an wie 5 Prellungen an einer Stelle, auf die man permanent drückt.

Da ich grundsätzlich zu muskulären Problemen neige, könnte das auch bei mir ein paar Tage länger dauern...

Ansonsten gestern ziemlich müde und schlaff, das war es bisher aber sonst.
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Auch die nächsten Tage dürften mit ca. 15-20 % Minus weitergehen.

Zudem sind die Todeszahlen heute leicht gesunken und die Intensivpatientenzahlen bewegen sich endlich von den 5.000 weg.



Die USA sind übrigens heute unter die Inzidenz von 100 gesunken (99,9).
Das letzte Mal hatte die USA eine Inzidenz unter 100 am 7. Oktober. Wir reden hier also von 7 Monaten.
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Mal was zum Thema Lauterbach zum Schmunzeln für zwischendurch. Hat ja zum heutigen Thema der medialen Präsenz gepasst.

https://www.der-postillon.com/2021/05/lauterbach-talkshows.html
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SGE_Werner schrieb:

Genau genommen wurde ein Worst Case Szenatio beleuchtet, das nie eintreffen konnte. Denn dazu hätten Dutzende Faktoren absolut schief laufen müssen. Und schon allein der Faktor "Die Menschen ändern ihr Aktivitätsverhalten bei Inzidenzen von 900 nicht" war einfach nicht realistisch. Natürlich ist das einfach nur eine Modellrechnung, aber sie vorzubringen als ernsthaftes Szenario, da muss ich tatsächlich recht geben, das war einfach Blödsinn.


nein, das ist kein blödsinn, so funktioniert wissenschaft einfach, es steht ja sogar im tagesspiegelartikel, was passiert, wenn welche bedingungen erfüllt werden.

diese prognossen haben aus meiner sicht einen nicht unerheblichen anteil daran, dass die menschen vorsichtiger geworden sind.

der umgang damit ist dann wissenschaftskommunikation

die nachbetrachtung zeigt natürlich, dass sowas von der springerpresse ausgeschlachtet wird, seriös ist so ein Umgang damit natürlich nicht.

SGE_Werner schrieb:

Das hat auch nichts mit "zum Glück nicht eingetroffen" zu tun


Doch Werner, da ist viel Glück dabei, z.b. dass die Menschen prophylaktisch vorsichtiger geworden sind.
Die Grundlage dafür ist sicher alles andere als planvolles handeln. Ich wäre ja deiner Meinung, wenn unsere Regierung reagiert hätte, als klar wurde, in welche Richtung es sich entwickeln würde, so im Januar oder sogar noch im Februar.

Auch dass sich die Impfungen so weiterentwickeln werden, war zwar geplant, aber sicher sagen, konnte es einem das zu diesem Zeitpunkt keiner, d.h. den Impfeffekt zu diesem Zeitpunkt zu unterschätzen ist glaube ich nichts, was man Forschern vorwerfen muss, zumal immer irgendetwas schief gehen kann.

Wenn wir schon beim Korinthen... sind, finde ich eigentlich, dass es fast vermessen ist, bei 200-300 Tote am Tag von Glück gehabt zu reden.
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Xaver08 schrieb:

die nachbetrachtung zeigt natürlich, dass sowas von der springerpresse ausgeschlachtet wird, seriös ist so ein Umgang damit natürlich nicht.


Aber genau dadurch entstehen ja dann Effekte, dass die Menschen am Ende nichts mehr glauben wollen und nicht mehr vorsichtiger werden. Ich bin ja selbst eher ein vorsichtiger und pessimistischer Mensch. Wenn ich 100 Prognosen habe und 1 die mildeste Modellierung ist und 100 die schlimmste, dann nehme ich 75.

Xaver08 schrieb:

Doch Werner, da ist viel Glück dabei, z.b. dass die Menschen prophylaktisch vorsichtiger geworden sind.


Das war aber eben zu erwarten. Das halte ich nicht für Glück. Du hast aber recht, dass das nichts mit planvollem Handeln zu tun hat. Es ist einfach nur eigenverantwortliches Verhalten der Bürger, dass sie von sich aus was tun und nicht auf die schlafende Regierung warten.

Xaver08 schrieb:

Auch dass sich die Impfungen so weiterentwickeln werden, war zwar geplant, aber sicher sagen, konnte es einem das zu diesem Zeitpunkt keiner


Schon klar, aber vom Szenario, dass die Impflieferungen bei 2 Mio bleiben, statt wie geplant Richtung 4,5 - 5 Mio zu gehen, muss man eben auch nicht ausgehen.

Kurzum: Die Modellrechnungen sind am Ende bei allen Faktoren von einem sehr schlechten Szenario ausgegangen. Und das ist selten realistisch. Ich hatte ne Inzidenz von 250 als Zenit befürchtet, letztlich haben Eigenverantwortung und Ostern das verhindert.

Xaver08 schrieb:

Wenn wir schon beim Korinthen... sind, finde ich eigentlich, dass es fast vermessen ist, bei 200-300 Tote am Tag von Glück gehabt zu reden.        


Stimmt auch wieder. Wenn es aber Glück ist, dass wir so viel Impfstoff haben bzgl. Inzidenz, dann ist es auch ein Glück, dass wir durch den vielen Impfstoff nicht 700 Tote am Tag haben. Korinthen und so.
Aber ja, rein moralisch gesehen kann man bei 10 Corona-Toten in der Stunde nicht von Glück reden.

Trotzdem bin ich froh, dass wir die Impfstoffe haben und nicht die dreifache Todeszahl aktuell haben. Glück im Unglück trifft es vllt. besser!
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hugi98 schrieb:

oder noch besser er teilt erst gar nicht den worst case oder den best case sondern den average case, den dieser ist der wahrscheinlichste.


Jo, hat ja beim Klimaschutz schon so toll geklappt, wo wir jedem Worst Case direkt noch in die Eier treten und zeigen, dass wir es ja noch viel schlechter können und noch viel mehr Faktoren das Rad schneller drehen lassen als es wir uns vorstellen konnten....

Mal abgesehen davon, dass die Aussage auch Wissenschaftlich Käse ist.
Der Durchschnitt verschiedener Modelle (oder das Modell welches in der Mitte liegt) ist NICHT zwingend auch das wahrscheinlichste Szenario.
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SemperFi schrieb:

Jo, hat ja beim Klimaschutz schon so toll geklappt, wo wir jedem Worst Case direkt noch in die Eier treten und zeigen, dass wir es ja noch viel schlechter können und noch viel mehr Faktoren das Rad schneller drehen lassen als es wir uns vorstellen konnten....


Das stimmt so mW auch nicht. Die Worst Case Szenarien der Klimaforschung wurden auch nicht erreicht. Auch da gibt es Spannen und wir waren nicht unbedingt drüber Die "durchschnittlichen Modellrechnungen" haben wir tatsächlich aber alle erreicht oder leider noch übertroffen.
Zugegebenermaßen muss man aber sagen, dass die Spannen eher nicht so groß sind wie beim Thema Corona. Die Prognosen sind viel präziser, weil man einfach auch weiß, wie zB sich ein bestimmter CO2-Gehalt entsprechend auswirkt. Die Klimaforschung besticht eigentlich in ihren Modellrechnungen vor allem darin, dass sie bisher fast immer ziemlich genau recht hatte. Daher ist es ja so absurd, dass die mittleren Modellrechnungen auch in Frage gestellt werden seit 40 Jahren.

Bei Corona hängt einfach sehr viel von menschlichen Faktoren ab. Und wenn man bereits hunderte Male gezeigt bekommen hat, dass Menschen ab einer  recht hohen Inzidenz von selbst vorsichtiger werden, dann kann man nicht ernsthaft davon ausgehen, dass Modelle stimmen, bei denen das komplett ausgeblendet wird.
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die Prognose ist vom 26.3., sie beiinhaltet u.a. die Beibehaltung des aktuellen Aktivitätsniveaus und das Impftempo des damaligen Zeitpunktes. Das Impftempo liegt zwar im geplanten Bereich, hat sich aber seitdem erhöht und zwar deutlich.

Was sie nicht berücksichtigen kann, sind proaktive Verhaltensänderungen, die zu mehr Vorsicht führen und u.a. aus den regelmässigen Warnungen der Forscher und Intensivmediziner resultieren. Dieser Effekt ist im übrigen bereits seit der ersten Welle bekannt.

Was mit Sicherheut auch nicht berücksichtigt wurde, ist die vorgezogene Schutzwirkung der Impfung bei vielen Leuten, die auf einem prophylaktischen vorsichtigen Verhalten bis zu 3 Wochen vor der Impfung resultiert.

Worauf die Einschätzungen für das Modell beruhen, steht im Tagesspiegelartikel.

So sagt Nagel beispielsweise:

Sollte es möglich sein, eine Teststrategie durchzusetzen, die die Bereiche Bildung, Arbeit und Freizeit im großen Umfang abdeckt, könnten die Fallzahlen der dritten Welle effektiv abgesenkt werden." Die schlechte Nachricht aber ist: „Im besten Fall nur auf das Niveau der zweiten Welle Ende Dezember 2020."  


Die Teststrategie in dem Umfang wie gefordert kam nicht, aber dafür sind andere Dinge eingetroffen, die im Modell auch nicht berüksichtigt werden konnten.

In Modellen stecken immer Prämissen oder Verhaltenszenarien, hier wurden worst case Szenarien beleuchtet, wie sie in Deutschland zum Glück nicht eingetroffen sind.
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Xaver08 schrieb:

In Modellen stecken immer Prämissen oder Verhaltenszenarien, hier wurden worst case Szenarien beleuchtet, wie sie in Deutschland zum Glück nicht eingetroffen sind.
       


Genau genommen wurde ein Worst Case Szenatio beleuchtet, das nie eintreffen konnte. Denn dazu hätten Dutzende Faktoren absolut schief laufen müssen. Und schon allein der Faktor "Die Menschen ändern ihr Aktivitätsverhalten bei Inzidenzen von 900 nicht" war einfach nicht realistisch. Natürlich ist das einfach nur eine Modellrechnung, aber sie vorzubringen als ernsthaftes Szenario, da muss ich tatsächlich recht geben, das war einfach Blödsinn.
Das hat auch nichts mit "zum Glück nicht eingetroffen" zu tun. Glück ist was anderes, als dass ein Szenario, das eine Wahrscheinlichkeit von ca. 1:1.000.000.000 hat, eintrifft.

Glück war es, dass wir Ostern hatten. Denn das hat tatsächlich die Aktivititäten gebremst, so dass die Inzidenz bei 175 stecken geblieben ist und nicht bei 200-250. Dass die Impfungen steigen, war im März bereits absehbar. Außer man rechnet damit, dass die geplanten Impfstofflieferungen einbrechen. Auch das ist kein Glück. Glück ist es, dass es am Ende noch mal etwas mehr waren, als ohnehin schon geplant.

Ich weiß, dass es nur ne Modellrechnung ist, aber die habe ich nicht mal im Ansatz ernst genommen. Mir haben aber schon Inzidenz 250-300 als Szenario gereicht, um genug Sorge zu haben.
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In der Schweiz gibt es viel mehr Öffnungen/Lockerungen
https://www.srf.ch/news/schweiz/coronavirus-in-der-schweiz-diese-oeffnungsschritte-hat-der-bundesrat-beschlossen
zb dürfen da wieder bis zu 15 Personen unter freiem Himmel Sport machen, Gott was wäre es geil mal wieder auf dem Bolzplatz gegen die Pille zu treten

Konzerte für 50 Beucher in Innenräumen 100 außen...es ist schon wesentlich mehr möglich und erinnert so ein bisschen an den Weg den Schweden eingeschlagen hat.


Die Bundesnotbremse ist sehr wohl eine Verschärfung gewesen, nämlich an den Orten wo die Landesregierungen eben weniger strenge Maßnahmen angeordnet haben. Vorher konnte ich mich mit 2 Personen treffen jetzt mit einer, Ausgangssperre gabs vorher in Hessen auch nicht, man konnte in Baumärkte usw
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hugi98 schrieb:

Die Bundesnotbremse ist sehr wohl eine Verschärfung gewesen, nämlich an den Orten wo die Landesregierungen eben weniger strenge Maßnahmen angeordnet haben. Vorher konnte ich mich mit 2 Personen treffen jetzt mit einer, Ausgangssperre gabs vorher in Hessen auch nicht, man konnte in Baumärkte usw
       


Ja, in Hessen. In BaWü lachen wir darüber. Für uns war die Bundesnotbremse eher eine Abschwächung.
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SGE_Werner schrieb:

Richtig war, dass die Modelle bzgl. extremer Inzidenzen im Mai wirklich vom absoluten Worst Case ausgingen

Da Lauterbach das unkommentiert weitergibt, ob seiner Expertise könnte er es ja einordnen, unterstreicht für mich auch nochmal das man ihn eben auch als nervigen Schwarzmaler sehen kann, aber auch hier kommt es auf die selektive Wahrnehmung an.

Über Streek wurde hier letztens ja auch noch gewitzelt, dass seine Prognose auf den letzten Tag (bzgl Fallzahlen im März/April) doch noch zutraf. Man muss sich also auch kritisch hinterfragen ob man bei fortschreitender Lagerbildung noch objektiv bleibt und auch "dem anderen" (falls es schon so schlimm sein sollte ) mal zugesteht er habe etwas richtig gemacht.

In der Schweiz fallen zb die Zahlen auch ohne Bundesnotbremse.
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hugi98 schrieb:

In der Schweiz fallen zb die Zahlen auch ohne Bundesnotbremse.


Die Bundesnotbremse war zur Vereinheitlichung der Maßnahmen da und nicht zur Verschärfung. In der Schweiz sinken tatsächlich auch die Zahlen (etwa im selben Tempo wie hier) , aber da gibt es auch noch genug Maßnahmen, wenn auch bisschen weniger (Außengastronomie etc.). Und die Impfungen gehen da eben auch voran.

Also ich finde, dass man der Bundesnotbremse evtl. etwas unterstellt, was sie nicht ist. Sie war nie eine Maßnahmenverschärfung.
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Das Ding bei Lauterbach ist, dass er verdammt viel von sich gibt, vieles stimmt auch. Der Faktenfuchs spricht zB davon er habe die Inzidenzen Anfang April richtig vorrausgesagt. Lauterbach hat aber auch die Modellierung von Kai Nagel getwittert in der von 2000er Inzidenzen im Mai die Rede war.  
https://twitter.com/karl_lauterbach/status/1375016437409062914?lang=de
Wenn er das verbreitet dann hält er das ja wohl für möglich, also er berichtet nicht nur darüber. Und diese Prognose liegt halt komplett daneben. So nach dem Motto 5 Sachen sagen 1 trifft zu --> "Er hat immer Recht gehabt" Inkompetent ist er dennoch nicht, aber er ist schon ein Mahner und Pessimist/Schwarzseher auf Werners Skala würde ich ihm eher ne 8 bis 9 geben.

Lauterbach steht außerdem für die Privatisierung des Gesundheitssektors und ein halbes Jahr vor der Pandemie twitterte er noch man solle die Hälfte der Klinken schließen https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1135874165599285249
Alles Ideen, die ich nicht bei einem Gesundheitsminister sehen will
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hugi98 schrieb:

So nach dem Motto 5 Sachen sagen 1 trifft zu --> "Er hat immer Recht gehabt"


War schon deutlich mehr.

Richtig war, dass die Modelle bzgl. extremer Inzidenzen im Mai wirklich vom absoluten Worst Case ausgingen a la "geht es so weiter, dann..." , das war in meinen Augen eher eine Zahlenspielerei und nicht realistisch, ehrlich gesagt habe ich sie von Anfang an für völligen Blödsinn gehalten, weil man einfach darin ausgeht, dass einfach alles sich so weiter entwickelt wie bisher. Das ist in keinem Land der Welt passiert. Spätestens bei Inzidenz 400, 500 und Triage-Beginn hätten die Menschen hierzulande ihren Hintern schon von selbst mehr zuhause behalten. Das Problem ist, dass man solche Zahlenspielereien nicht zu häufig machen sollte. Ist nicht sonderlich förderlich. Auch weil viele Menschen nicht verstehen, was diese Modelle aussagen sollen und wofür sie da sind.

hugi98 schrieb:

Lauterbach steht außerdem für die Privatisierung des Gesundheitssektors und ein halbes Jahr vor der Pandemie twitterte er noch man solle die Hälfte der Klinken schließen


Spannendes Thema, wenn auch nicht für hier. Andererseits habe ich bis heute nie verstanden, warum die Leute riesig herumbrüllen, dass Kliniken geschlossen werden sollen. Die meisten gehen nämlich gleichzeitig davon aus, dass damit ein Abbau von Betten und Personal gemeint ist, was nie ein Thema gewesen war. Es ging ja um die Bildung großer Zentren mit Know-How statt vieler kleiner, zwar gut erreichbarer, aber überforderter Kliniken, die dann wie bei meinem Opa völlig bei der Behandlung verkacken und seinen Tod mitzuverantworten haben oder bei ner Bekannten von mir vermutlich den Tod bedeutet hätten bei der Behandlung ihrer Krebserkrankung (sie ist dann zur Uniklinik und die haben nur mitm Kopf geschüttelt und ihr das Leben gerettet).
Aber wie gesagt, wäre ein Thema für sich.